Zum 10. Mal brach­ten ZeTT-Pro­jekt­lei­tung Prof. Dr. Hei­ke Krauß­lach sowie unse­re E‑Lear­ning-Kol­le­gin­nen Nadi­ne Köber und Anni­ka Hop­pe im Namen des Netz­werks Gesun­de Arbeit Thü­rin­gen am 7. Okto­ber 2026 Akteu­rin­nen und Akteu­re aus Wirt­schaft, Wis­sen­schaft und Pra­xis zum „Tag der Gesun­den Arbeit“ in der Ernst-Abbe-Hoch­schu­le Jena zusam­men. Für die rund 130 Teil­neh­men­den gab es einen Strauß an Impul­sen zu den The­men gesun­de Arbeit und Erhalt der Leis­tungs­fä­hig­keit in einer sich wan­deln­den Arbeits­welt.

Höhe­punkt war das von Peter Rüberg mode­rier­te Gespräch „Höchst­leis­tung und Gesund­heits­ba­lan­ce – Was wir vom Spit­zen­sport für gesun­de Arbeit ler­nen kön­nen“ mit Rodel-Olym­pia­sie­ger Max Lan­gen­han OLY und dem ehe­ma­li­gen Tisch­ten­nis-Welt­rang­lis­ten­ers­ten Timo Boll. Beson­ders inter­es­sant: Der Bogen zur Arbeits­welt. Wel­che Prin­zi­pi­en aus dem Spit­zen­sport kön­nen hel­fen, Moti­va­ti­on und Leis­tungs­fä­hig­keit im Berufs­le­ben lang­fris­tig zu erhal­ten und wel­che Rol­le spie­len Füh­rungs­kräf­te dabei, anspruchs­vol­le Zie­le mit gesun­den Rah­men­be­din­gun­gen zu ver­bin­den? Die Erkennt­nis: Nach­hal­ti­ge Leis­tung lebt nicht allein vom Ein­satz, son­dern auch von Erho­lung, einem unter­stüt­zen­den Umfeld und einem reflek­tier­ten Umgang mit den eige­nen Gren­zen.

Mit sei­nem Vor­trag „Volks­krank­heit Tro­cke­nes Auge – Aus­wir­kun­gen im Beruf, Frei­zeit und Sport“ sen­si­bi­li­sier­te Prof. Wolf­gang Sicken­ber­ger (EAH Jena) dafür, ange­sichts inten­si­ver Bild­schirm­nut­zung die Augen und mög­li­che Belas­tun­gen früh­zei­tig in den Blick zu neh­men.

In einer leb­haf­ten Podi­ums­dis­kus­si­on stell­ten sich Fran­zis­ka Neu­ge­bau­er (IHK Ost­thü­rin­gen zu Gera), Hol­ger Bock (Agen­tur für Arbeit Thü­rin­gen Süd­west), Ben­ja­min Güm­pel (Mär­ki­sches Werk GmbH) und Jens Pan­se (Uni­ver­si­tät Erfurt) der Fra­ge „10 Jah­re Thü­rin­ger Sie­gel für Gesun­de Arbeit – eine Erfolgs­ge­schich­te!?“. Dabei ging es neben dem Rück­blick auch um Her­aus­for­de­run­gen für gesun­de Arbeit und dar­um, was es braucht, damit BGM dau­er­haft Teil der Orga­ni­sa­ti­ons- und Unter­neh­mens­kul­tur wird.

Tra­di­tio­nell wür­digt die Ver­lei­hung des Thü­rin­ger Sie­gels für Gesun­de Arbeit Unter­neh­men und Ein­rich­tun­gen des öffent­li­chen Diens­tes, die sich beson­ders für die Gesund­heit ihrer Beschäf­tig­ten enga­gie­ren. Die PFARR Stanz­tech­nik GmbH sowie die Mär­ki­sches Werk GmbH am Stand­ort Groß­bo­dun­gen erhiel­ten erst­mals die Zer­ti­fi­zie­rung in Bron­ze. Der mit 1000 Euro dotier­te För­der­preis der MER­KUR PRI­VAT­BANK KGaA für beson­de­res Enga­ge­ment ging an die PFARR Stanz­tech­nik GmbH.

Prof. Dr. Hei­ke Krauß­lach resü­mier­te: „Der 10. Tag der Gesun­den Arbeit zeigt, wie stark und effek­tiv sich das The­ma gesun­de Arbeit in Thü­rin­gen ent­wi­ckelt hat. Es bleibt wich­tig, regel­mä­ßig mit­ein­an­der ins Gespräch zu kom­men und den akti­ven Aus­tausch wei­ter aus­zu­bau­en.“